Mittwoch, 9. Juni 2010

Kaltes, klares Wasser - hart erarbeitet

Ich Sitze gerade in La punt am Fuße des albula-Passes. Neben mir
rauscht ein wunderbarer Gebirgsbach und die Kühe glöckeln malerisch.
Ich habe heute traumhafte gebirgsdörfer gesehen, in denen die Zeit
nocht nur stehengeblieben, sondern überhaupt keine Relevanz zu haben
scheint. Bis auf ganz wenige Details hat es hier vor 100 Jahren sicher
ganz genauso ausgesehen. Was für Menschen sind das, die über
Jahrhunderte so schöne Häuser bauen und so eine wunderbare Natur
pflegen? Ich weiß es nicht, aber freundlich begegnen einem die
meisten. Und relativ entspannt.

Ich hatte heute einiges zu tun. Ich ging es erst am späten Vormittag
an, nach einem guten Frühstück und einer erfrischenden Wäsche in
einem der hunderten Gebirgsbäche. Hier kommt überall das Wasser von
den noch schneebedeckten 3.000er gipfeln ringsherum.

Ohne bedenken habe ich heute oft meine trinkflaschen mit diesem
wunderbaren nass gefüllt.

Das fahren war heute gemächlich, aber doch sehr fordernd, da ich den
ganzen Tag zw 1.000 und 1.500 Höhenmetern gependelt bin. Mein rechtes
Knie hat sich gestern schon gemeldet und obwohl ich bisher eigentlich
alle Wehwehchen über Nacht heilen konnte, war das heute wieder
präsent. Ich muss mich erst an die 25kg meines vollbepackten Rades
gewöhnen.

Nachdem es heute doch wieder 110 km geworden sind, habe ich mir jetzt
ein Bierchen gegönnt und werde mir jetzt was gutes zu essen machen.
Dann schlage ich mein zelt auf und schau, dass ich schlafe. Morgen
früh will ich den albula-Pass hinauf.

Ich hoff es geht euch allen gut daheim.

M
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