richtung bruneck unterwegs.
Ich stehe gerade unter einem Baum und warte den regen ab. Und dabei
überlege ich, ob dieses leiden und diese Zweifel bei einer passtrasse
bergauf jemals aufhören. Werde ich irgendwann einfach hinauffahren,
ohne viel zu denken? Oder wird das immer so sein, dass mein Geist mir
alle 100m etwas suggerieren wird, was unbedingt jetzt getan werden
muss, nur damit ich kurz stehenbleiben kann (wie zb die gangschaltung
zu justieren?
Es war auf jeden Fall eine echte Qual, die 28kg meiner vollbepackten
rosinante und meine 80kg dazu da hinaufzukurbeln. Ich habe einige
pausen gemacht (um zb die Gangschaltung zu justieren), habe mich aber
dennoch bemüht, zügig da raufzukommen (hilft eh nix, drüber muss ich
sowieso). Kälte, Tropfen und verrückte Motorrad-Gangs haben mir
schwer zu schaffen gemacht.
Endlich oben habe ich mir mal einen Tee und zwei wunderbare Stück
hausgemachten apfelstrudel gegönnt und mit robert ein feines Gespräch
über Land und Leute gehabt. (unten am Fuße des jaufenpasses hatte ich
übrigens auch eine schöne Begegnung mit Alfred, dem 72jährigen
rinderhirten).
Und was beim radfahrens so unglaublich ist: irgendwie hat man es dann
doch geschafft. Dann steht man ganz oben und hat eine traumhafte
Abfahrt vor sich. Eigentlich geht es erstaunlicherweise gut. Und schon
ist man bereit, die nächsten 50km zu fahren. Die Magie des Rades ist
(immer wieder) da.
Stallet Sattel, ich komme. Irgendwie wer ma den schon auch noch
packen :)
Grüße nach Wien
M
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