Samstag, 5. Juni 2010

Verweile doch, oh Augenblick und warum es gut ist, keinen Pakt mit dem Teufel zu haben

Ich stehe gerade in den Tiroler Alpen. Der mond und die Sterne geleiten mich durch die nacht. Ich hab mal gelesen, Nacht fahren ist das beste. Yes, right. 

Ich werde reichlich für die Strapazen der letzten zwei Tage entlohnt. Alles dabei: schnell, steil, manchmal auch technisch schwierige Schotter und bergwege. Aber traumhafte Landschaften und viel Sonne und Kein! Gegenwind :) eigentlich fast windstill.

Ich habe mir vorhin eine Suppe über dem Feuer gekocht. und ich habe heute oft an faust gedacht, der seine Seele in dem Moment an den Teufel verliert, wenn er die Worte von oben spricht. Ich habe sie heute oft gesprochen, aber Seelen-gratis sozusagen. Gott sei dank :)

Ich bin noch unterwegs und habe den schönsten Rad-Tag meines Lebens. Ich bin 20km vor Kufstein, und fliege weiter richtung Innsbruck . Mal sehen wohin ich heut noch komme Schlaft schön, ich fahr los.

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Freitag, 4. Juni 2010

Gut, ich bleib stehen, aber erst nach der nächsten Kurve

War verdammt hart heute. Schnellstraßen, Laster und tote Tiere am
Straßenrand (so wie auch gestern. Heute: Igel und vögel. Gestern:
Hasen und eine Katze). Es ist ein trauriges Drama entlang der Straßen.
Und wenn ich schon beim meckern bin: eine kleine Statistik: 37 Dosen
Red bull , 36 Dosen Bier (verschiedene Marken), 20 sonstige
(plastikflaschen und softdrinks). Die zählung eines Tages. Zu Fuß
und mit dem Fahrrad spürt man jeden Meter. Bei allen anderen Arten der
Fortbewegung nicht. Dabei geht viel verloren ..

Doch es gab auch schöne Momente auf den (138??) km. Ich habe immer
wieder nach wegen gesucht, diesem Wahnsinn zu entfliehen und bin
dadurch auf bergige Seitenstraßen ausgewichen. Das waren wunderschöne
Hochplateaus, aber auch viele (steile) Höhenmeter. Und das ganze
gewürzt mit stark böigem gegenwind.

Es gab oft Momente, wo ich einfach nur stehenbleiben wollte. Ich
dachte mir, ok, ich bleibe stehrn, aber erst nach der nächsten Kurve.
Mit diesem Trick hantelte ich mich von Station zu Station, denn nach
der nächsten Kurve gab es meistens Passagen zur Erholung und dann ging
es trotz der momentanen schwäche dennoch weiter.

Ich war sehr zermürbt zwischendurch und spürte auch die gestrigen
Anstrengungen in den Beinen. Doch ich konnte mich irgendwie dennoch
motivieren und hatte dadurch auch wunderbare Panoramen. Jetzt geht es
mir körperlich eigentlich ganz gut. Ich glaube aber nicht, dass ich
die 150km am Tag aufrechterhalten kann - zumal das Rad ca 28 Kilo
wiegt und schwer im Handling ist. Doch ich Freunde mich auch mit
dieser situation an. Meine Beine stellen sich drauf ein. Mal sehen,
wies weitergeht.

Ich war froh, ins Salzkammergut gekommen zu sein und gönnte mir einen
gespritzten Johannisbeersaft und ein stück topfenkuchen in Gmunden am
Wasser. Es war herrlich, aber hat auch mit 9 euro dick zu buche
geschlagen. In summe liege ich mit 29 Euro in zwei Tagen aber noch gut
im Rennen.

Der Attersee hat mich Golden begrüßt mit windstille und blauem
Himmel. Hier bin ich heute und jetzt geht'sir gut.

Morgen geht's Richtung tirol...

Donnerstag, 3. Juni 2010

Leben, Tod und Gegenwind

Ich liege hier in meinem Zelt und höre dem regen beim prasseln zu. Es
hat eine Weile gedauert, aber ich hab's mir echt gemütlich gemacht.
Ich bin trocken, safe und habe gut gegessen (dank meiner anja und
meinen lieben Freunden den steinis :) ich bin ca 165km gefahren und
war ca 9 Stunden am Rad. Die Fahrt war gemächlich, aber hart. Ich
hatte zermürbenden Gegenwind und mehr Steigungen als erwartet. Der
donauradweg war stark überschwemmt und ziemlich am Ende musste ich
nochmal auf harte 530 Höhenmeter. Ein Mann, der mir den weg erklärte,
meinte; do geht's scho oadntlich auffe" und er hatte recht. Aber hier
im Hochland fühl ich mich wohl.

Bin neugierig, was morgen kommt. Buenas noches

M

Mittwoch, 2. Juni 2010

Test

Reisetagebuch

Einen kleinen täglichen Kurzbericht gibt es im Blog. Fotos und Ausführungen, wenn ich wieder da bin.

Reisetagebuch

Einen kleinen täglichen Kurzbericht gibt es im Blog. Fotos und Ausführungen, wenn ich wieder da bin.

Morgen früh geht´s los

Olala. Morgen ist es soweit. Viele Dinge, die noch in letzter Sekunde gecheckt werden müssen - Beruf, Familie, Rad, Einkauf etc. Mir schwirrt schon der Kopf.