Freitag, 28. Mai 2010

Alles ganz anders: die Alpin-Tour (1.500km)


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Ich habe ein Buch gelesen, das eigentlich alles verändert hat: Gregor Sieböck Der Weltenwanderer - zu Fuß von Bad Ischl nach Tokio. (Danke Peter fürs Borgen - super Buch). Das Buch hat mir geholfen zu erkennen, daß es vollkommen absurd ist, 2.000km nach Barcelona durch die Natur zu fahren, um dann in ein Flugzeug zu steigen, daß genau diese nachhaltig schädigt. Für mich ist Radfahren in erster Linie das Erleben der Umwelt - jeden Meter zu spüren und mich darin zu finden. Daher habe ich kurzerhand beschlossen, nicht nach Barcelona zu fahren, sondern in Wien auf mein Rad zu steigen und in Wien auch wieder anzukommen. Das ist ziemlich hart, 5 Tage vor der Abreise, denn ich muß alles neu planen. Aber Konsequenz beginnt Hier und Jetzt. Also: aus Barcelona-Challenge wird die Alpin-Tour 2010. Die Länge bleibt gleich (1.500km - 2.000km), auch die Anzahl der Pässe (wenngleich ich auch schweren Herzens auf einige tolle Pässe in Frankreich verzichten muß - aber dafür fahre ich nach Südtirol - auch sehr nett :) Ich möchte mit einem Tagesbudget von EUR 15,- auskommen, ca. 150km pro Tag zurücklegen und auf jegliche Industrie-Nahrung verzichten; d.h. ich bin auf Land und Leute angewiesen, die mich vielleicht mal in ihrem Garten übernachten lassen oder mir einen Teller Suppe spendieren. Alles, was ich habe, muß in drei Gepäcktaschen unterkommen - von der Badehose bis zur Wollhaube für alpine Kälte. Das sind alles Bedingungen, die in meinem "normalen" Leben vollkommen undenkbar scheinen, denn ich lebe ein ganz normales westliches Zentralheizungs-Leben in der Stadt und bin auch kein Super-Sportler. Und genau deshalb möchte ich das versuchen. Wie viel und was braucht man wirklich, um gesund zu leben? Und das bei körperlichen Höchstleistungen? Mal schauen...

Freitag, 21. Mai 2010

Gedanken vor der Fahrt... UAahh

Es ist zwei Wochen vor meiner Abfahrt. Ich muß zugeben, daß ich innerlich schon eine große Unruhe spüre. Mir ist klar, daß ich bei meinem begrenzten Zeitrahmen (14 Tage, dann geht mein Flugzeug zurück nach Wien) diese Distanz nach Barcelona nicht schaffen kann, komplett durchzufahren. Vielleicht schaffen das andere. Ich aber im Augenblick sicher nicht. Das ist eine harte Erkenntnis. OK. Was tun?

Mein Ziel list es, so weit zu kommen wie möglich, große Pässe der Geschichte des Radsportes zu befahren, auch hart zu fahren, wenn es notwendig ist, aber mich auch an einer großen Reise zu erfreuen und vor allem gesund wieder zu meiner Familie nach Hause zu kommen. Und so werde ich die Strecke z.T. mit anderen Verkehrsmitteln befahren.

Ich plane Tagesrouten zwischen 125km und 170km. Mit einem oder zwei Tagen als Reserve für einen Ruhetag. Ich habe also ca. 12 Fahrtage, das Ergibt eine Strecke von 1.500km bis 2.000km – könnte sich also ausgehen (meine momentane Route ist etwas über 2.000km). Mein großes Fragezeichen sind die Alpen. Wie viele Pässe schaffe ich am Tag. Wie viele Höhenmeter kann ich bei 12Grad-Steigung schaffen? 3,4,5, Tage hintereinander? Ich bin schon gespannt (und schwanke zwischen Euphorie und Panik ;)

Die nächste Sache ist das Rad. Das Gepäck und die Kotflügel sind echte
Herausforderungen.

Momentan überlege ich noch, ob ich die Route ändere und wie. Ein Traum währe eine Fähre von Nizza.

Morgen früh fahre ich Richtung Murtal mit dem Rad. Genügend Zeit nachzudenken...

Auf den Spuren der Tour de France


Hmmmm... ich muß zugeben, die Route klingt interessant. Maybe next year?

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